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Neurointersexualität - Prägung des Gehirns

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Hormonelle Prägung des Gehirns

Im Zuge der Gleichberechtigung galt es als schicklich und fortschrittlich zu behaupten, Männer und Frauen würden sich in ihren kognitiven Fähigkeiten nur minimal unterscheiden - und dieser minmalistische Unterschied sei lediglich durch unterschiedliche (sozial-psych.) Erfahrungen in der Kindheit geprägt.

Jedoch legt die Mehrzahl der wissenschaftlichen Befunde nahe, dass das Konstrukt des Gehirns bereits vorgeburtlich von Sexualhormonen beeinflusst wird.
Bedeutet: die Differenzierungen zwischen männl. und weibl. entstehen nicht erst im Kindesalter oder in der Pubertät, sondern bereits im Mutterleib.
Beim männl. Fötus trägt das Dihydrotestosteron (das veredelte Testosteron) wesentlich zur Entwicklung des Gehirnes bei.
Beim weiblichen Fötus bestimmt das Östrogen (weibl. Sexualhormon) massgeblich die Entwicklung des Gehirns.
Wenn jedoch dieses natürliche Gleichgewicht aus dem Lot gerät, ist es möglich, daß das männliche Individuum mehr zum weiblichen Verhaltensmuster neigt und umgekehrt.

Möglich ist dies, weil auch im Gehirn Rezeptoren angeordnet sind, die für Testosteron/Östrogen und dessen Umwandlungsprodukte empfänglich sind.

Unterschiede
Wir alle kennen die Vorurteile:
Frauen können nicht einparken, Männer haben nur DAS eine im Kopf ...
Doch was ist dran an solchen Behauptungen?

Männer und Frauen scheinen in spezifischen kognitiven Fähigkeiten wesentlich zu differieren.

Männer sind in folgenden Problemlösungen gegenüber Frauen im Vorteil
Motorische Fähigkeiten, die auf Zielrichtung hinausgehen
räumliche Vorstellung und Rotation von Objekten
Auffinden begrenzt komplizierter Formen in einer Vielzahl überlagerter Strukturen
Mathematische Schlußfolgerungen

Frauen in sind in diesen Problemlösungen gegenüber Männern im Vorteil
In der Wahrnehmungsgeschwindigkeit
Veränderungen in Abbildungen bemerken, dies zielt auf die Erinnerung
höhere verbale Gewandtheit (Wortflüssigkeit)
Feinmotorische Fähigkeiten

Hinweis!
Solche Gruppenunterschiede stellen lediglich allgemeine statistische Aussagen dar; sie bestimmen einen Durchschnitt, von dem jedes Individuum abweichen kann.

Hormonelle Intervention
Da das hormonale Geschehen insbesondere beim noch ungeborenen Menschen nicht manipuliert werden kann,  beruht vieles von dem, was wir im einzelnen über die frühe Determinierung des Verhaltens wissen, auf Untersuchungen an Tieren.

Die Einwirkung von Sexualhormonen in einer frühen, kritischen Lebensphase scheint die Organisation des Gehirns auf irreversible Weise zu beeinflussen.
Das Verabreichen derselben Hormone in einer späteren Phase hat keinen solch ausgeprägten Effekt.

Ihre Wirkung scheint freilich nicht nur Sexualität und Fortpflanzung, sondern alles Verhalten zu betreffen, in denen sich die Geschlechter unterscheiden - die Art des Problemlösens ebenso wie die Aggressivität und die Neigung zu spielerischem Kampfverhalten bei den jungen Männchen vieler Säugetierarten.

Auch männliche und weibliche Ratten haben verschiedene Problemlösestrategien
Christina L. Williams vom Barnard-College fand, dass die weiblichen stärker dazu neigen, beim Wegelement markante Punkte zu beachten - so wie es Frauen zu tun scheinen:
Sie orientieren sich mehr an Hinweisreizen wie Mustern an den Wänden des Test-Labyrinths als an geometrischen Charakteristika wie Winkeln und Form der Gänge.
Wenn keine bildlichen Landmarken vorhanden waren, benutzten die weiblichen Tiere allerdings - wie es die Männchen nahezu ausschließlich taten - die geometrischen Hinweisreize.

Interessanterweise bewirkt eine hormonale Intervention während der kritischen Zeitspanne, also der Entzug von Testosteron etwa durch Kastration bei neugeborenen Männchen beziehungsweise das Verabreichen von Östrogen an neugeborene Weibchen, eine völlige Umkehrung des geschlechtstypischen Verhaltens der erwachsenen Tiere.
Wie bereits erwähnt, kann Östrogen während der Gehirnentwicklung, die bei neugeborenen Ratten nicht abgeschlossen ist, eine maskulinisierende Wirkung auf das Gehirn haben; das erklärt, weshalb dann die weiblichen Tiere sich wie Männchen verhalten.

Die normalerweise vorhandenen Unterschiede im Orientierungs- und Wegfindeverhalten könnten sich im Laufe der Evolution im Zusammenhang mit Fortpflanzungsstrategien herausgebildet haben.
Steven J. C. Gaulin und Randall W. Fitzgerald von der Universität Pittsburgh (Pennsylvania) argumentieren, dass Wühler-Männchen, die mehrere Weibchen begatten, größere Reviere durchwandern müssen als die Weibchen. Deshalb scheine eine besondere Orientierungsfähigkeit für ihren Fortpflanzungserfolg kritisch zu sein.
Tatsächlich fanden die beiden Forscher in Labyrinth-Untersuchungen Geschlechtsunterschiede nur bei polygynen Wühlern, wie der Wiesenmaus, nicht bei monogamen Arten wie der Präriemaus.


Wiederum scheinen Verhaltensunterschiede mit strukturellen einherzugehen.
Lucia F. Jacobs hat in Gaulins Labor herausgefunden, dass der Hippocampus - eine Region, die vermutlich sowohl bei Vögeln als auch bei Säugern am räumlichen Lernen beteiligt ist - bei polygynen männlichen Wühlern größer ist als bei den Weibchen.

Wie bereits erwähnt, lässt sich der Einfluss von Sexualhormonen auf das Verhalten Erwachsener nicht so direkt erfassen oder experimentell angehen. Deshalb beziehen Forscher sich vielmehr auf mögliche Parallelen zu anderen Spezies sowie auf spontan auftretende Ausnahmen von der Norm.

Besonders aufschlussreich sind Untersuchungen an Mädchen, die im Mutterleib oder als Neugeborene einem Übermaß an Androgenen ausgesetzt waren.
Die Ursache kann ein genetischer Defekt sein, der eine angeborene Vergrößerung der Nebennieren verursacht; zudem gab es solche Fälle vor den siebziger Jahren, als Schwangere mit verschiedenen synthetischen Steroiden behandelt wurden.
Die Vermännlichung der äußeren Geschlechtsorgane beim weiblichen Fetus infolge des Hormonüberschusses kann zwar recht früh nach der Geburt mittels plastischer Chirurgie "korrigiert" und die Überproduktion der Androgene durch eine medikamentöse Behandlung gedrosselt werden, die Auswirkungen auf das Gehirn lassen sich jedoch nicht mehr umkehren.

Untersuchungen von Forschern wie Anke A. Ehrhardt von der Columbia Universität in New York und June M Reinish vom Kinsey-Institut in Bloomington (Indiana) haben ergeben, dass Mädchen mit übermäßiger Androgenexposition als Heranwachsende außergewöhnlich wild und aggressiv sind.
Dies wurde allerdings nur aus Interview mit den betroffenen Mädchen und derer Müttern, aus Beurteilungen von Lehrern oder aus Fragebögen gefolgert, welche die Mädchen selbst ausfüllten; mithin sind Einflüsse durch Erwartungen des Erwachsenen, denen die Lebensgeschichte des jeweiligen Mädchens bekannt ist, oder der Mädchen selbst schwer auszuschließen.Deshalb sind die objektiven Untersuchungen von Sheri Berenbaum und Melissa Hines von der Universität vor Kalifornien in Los Angeles überzeugender.
Sie beobachteten das Spielverhalten von betroffenen Mädchen und verglichen es mit dem ihrer männlichen und weiblichen Geschwister.
Von einer Auswahl an Autos und Baukästen, Puppen und Puppenküchen, Büchern und Brettspielen bevorzugten diese Mädchen das eher typisch maskuline Spielzeug; und sie beschäftigten sich beispielsweise mit Autos ebenso lange wie "normale" Jungen.Sie unterschieden sich bei der Auswahl von Spielzeug gleichermaßen wie die Jungen von den nicht betroffenen Mädchen.Da anzunehmen ist, dass die Eltern diese Töchter mindestens ebenso zu typisch weiblichem Verhalten ermuntern wie deren nicht betroffene Schwestern, legen diese Befunde nahe, dass die Spielzeugpräferenz tatsächlich auf gewisse Weise durch die frühen hormonalen Einflüsse verändert worden ist.

Auch das räumliche Vorstellungsvermögen - üblicherweise beim männlichen Geschlecht besser ausgebildet - ist bei Mädchen, die früh einem Übermaß an Androgenen ausgesetzt waren, betont.

Susan M. Resnick, Sheri Berenbaum und ihre Kollegen berichteten, dass sie ihren nicht betroffenen Schwestern bei Tests zum räumlichen Vorstellungsvermögen sowie bei der Aufgabe, einfache Formen aus einer Vielzahl überlagerter Strukturen herauszufinden, überlegen waren.
Darin sind sonst männliche Versuchspersonen im Durchschnitt besser als weibliche.
Bei anderen Tests zur Wahrnehmung, zu verbalen Fähigkeiten und zum Schlussfolgern gab es keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen.

Hormonspiegel und kognitive Leistungen
Aus diesen und ähnlichen Untersuchungen könnte man schließen, das räumliche Vorstellungsvermögen sei generell umso besser, je höher der Androgenspiegel ist.
Dem scheint aber nicht so.
Im Jahre 1983 fand Valerie J. Shute, damals an der Universität von Californien in Santa Barbara, Hinweise auf einen nicht linearen Zusammenhang:
Sie bestimmte bei Studenten und Studentinnen den Androgengehalt im Blut.
Die Werte streuten zwar über einen Bereich, der für das jeweilige Geschlecht typisch ist (auch bei Frauen sind männliche Hormone vorhanden, wenn auch nur in sehr geringer Menge); und als Valerie Shute jede Geschlechtergruppe weiter in Untergruppen mit hohem und niedrigem Androgenspiegel einteilte, fand sie, dass Frauen mit hohem Androgenspiegel bei räumlichen Tests besser abschnitten als solche mit niedrigem.
Aber bei den Männern galt das Umgekehrte:
Solche mit niedrigem Androgenspiegel zeigten bessere Leistungen.

Catherine Gouchie und Doreen Kimura führten eine ähnliche Untersuchung durch.
Sie bestimmten den Testosterongehalt im Speichel und testeten nicht nur das räumliche Vorstellungsvermögen, sondern auch das mathematische Schlussfolgern und die Wahrnehmungsgeschwindigkeit.
Die Ergebnisse bei den räumlichen Tests ähnelten denen von Valerie Shute:
Männer mit wenig Testosteron waren ihren Geschlechtsgenossen mit viel Testosteron überlegen, während bei den Frauen mehr Testosteron mit besseren Leistungen korreliert war.
Solche Befunde lassen vermuten, dass es sozusagen einen optimalen Androgenspiegel gibt, bei dem das räumliche Vorstellungsvermögen am besten ist; er müsste dann etwa im unteren Teil des für Männer typischen Streubereichs liegen.

Keine Korrelation konnten wir zwischen dem Testosteronspiegel und der getesteten Wahrnehmungsgeschwindigkeit finden.Für das mathematische Schlussfolgern war bei den Männern der Befund hingegen ähnlich wie der bei den Tests zum räumlichen Vorstellungsvermögen:
Diejenigen mit wenig Androgen erreichten höhere Testwerte als solche mit viel Testosteron; bei den Frauen indes war keine Korrelation erkennbar.

Diese Resultate sind mit der Hypothese von Camilla P. Benbow von der Staatsuniversität von Iowa in Ames vereinbar, wonach die mathematische Begabung in hohem Maße von einer biologischen Determinante abhängt.
Sie und ihre Kollegen haben eine deutliche Überlegenheit der männlichen Versuchspersonen beim mathematischen Schlussfolgern festgestellt - und zwar im oberen Bereich der Streubreite besonders ausgeprägt, wo Männer und Frauen im Verhältnis 13:1 vertreten sind.
Camilla Benbow meint, diese Geschlechtsunterschiede seien nicht leicht durch soziale Effekte erklärbar.

Man muss beachten, dass es sich bei der Beziehung zwischen natürlichem Hormonspiegel und Problemlöseverhalten um eine Korrelation von Messdaten handelt.
Irgendwie ist beides verknüpft, aber welche Faktoren dafür bestimmend sind oder was die Ursache sein könnte, ist nicht bekannt.
Noch wissen wir zu wenig über die Beziehung zwischen dem Hormonspiegel beim Erwachsenen und dem in den frühen Entwicklungsphasen, in denen offensichtlich die Voraussetzungen für spezifische Fähigkeiten im Nervensystem organisiert werden.
Es gilt noch viel herauszufinden über die genauen Mechanismen, die den spezifischen kognitiven Leistungen beim Menschen zugrunde liegen.

Anatomische Unterschiede
Wissenschaftler vermuten, daß das männliche Gehirn asymetrisch aufgeteilt ist. Auch ist das männl. Gehirn grösser und schwerer als das der Frau, was jedoch nichts über den sog. "IQ", der Intelligenz eines Menschens aussagt.
Wichtiger als die Grösse des Gehirns sind die Nervenzellen im Gehirn.Und von denen hat das weibliche Gehirn in einzelnen Gebieten bis zu 11% mehr als das männliche.
Ausnahme: Im Hypothalamus. Dort besitzen Männer mehr Nervenzellen.
Dieses kirschkerngroße Gebilde gilt aber als Sitz der Triebe und nicht als Zentrum für geistige Fähigkeiten.

Auswirkungen der Hormonersatztherapie auf die kognitiven Fähigkeiten
Untersuchungen haben aufgezeigt, dass eine gegengeschlechtliche Hormon-Ersatztherapie auch beim erwachsenen Transidenten, entsprechende Veränderungen der kognitiven Fähigkeiten mit sich bringt.
In den Niederlanden untersucht man derzeit die Gehirne verstorbener Transidenten um mehr über mögliche Veränderungen oder gar der Entstehung von Transidentität zu erfahren.

Fazit
Gerade auf dem Gebiet der Hirnforschung in der Zukunft noch sehr viel Arbeit notwendig ist, um die vielfältigen Leistungen des Gehirns zu erfassen und wissenschaftlich erklärbar zu machen.

Quelle:
hormonale Intervention & Hormonspiegel und kognitive Leistungen, Spektrum der Wissenschaft 11/1992, Doreen Kimura: "Weibliches und männliches Gehirn", überarbeitet von Falk

Letzte Bearbeitung: 10.02.2024, 15:28

News

 

12.04.24: Erweiterung der Inhalte zur körperlichen Transition

Wir haben uns nun die Mühe gemacht und den Bereich der körperlichen Transition um die Hormonbehandlung erweitert.

 

25.01.23: Neue Grafiken... / New graphics...


...sind nun online. Zu sehen hier und hier.


...are online now. See here and here.

 

24.09.23: Filme und NIBD-Stammtisch

Jetzt bieten wir auch die Möglichkeit, sich gute Filme bei uns zum Thema NIBD anschauen zu können. Hier. Viel Spaß beim gucken und Popkorn futtern. wink

Eine Userin war so freundlich und hat für uns via Zoom einen virtuellen NIBD-Stammtisch aufgebaut. So können wir locker flockig miteinander plauschen und uns dabei sehen. Die Zugangsdaten gibt es nur für registrierte User denen wir vertrauen können.

 

21.07.23: Chat

Nachdem ich heute den ganzen Tag gebastelt habe, steht nun unser eigener Chat. Immer hereinspaziert in die gute Stube. Kaffee und Kuchen stehen bereit. Hier entlang.

 

18.07.23: Zertifikat

Seit heute den 18.07.23 ist unsere Webseite mit einem SSL-Zertifikat versehen. Das berühmte "Schloß" ist nun nicht mehr durchgestrichen.


Neurointersexualität / Neurointersexuelle Körperdiskrepanz (NIBD)
Eine Zusatz-Bezeichnung, die gerne von manchen originär transsexuellen Menschen benutzt wird, um sich von der inflationären Benutzung des Begriffes "Transsexualität", welche durch die genderorientierte Trans*-Community, aber auch durch die Medien getätigt wird, abzugrenzen. NIBD-Betroffene wollen einfach nicht mit anderen Phänomenlagen, die entweder nur ein Lifestyle, Rollenproblem oder sexueller Fetisch sind, verwechselt und/oder in einen Topf geworfen werden. Die Bezeichnung NIBD bezieht sich auf die wissenschaftliche Arbeit von Dr. Haupt.

 


Neurointersexuality / Neurointersexual Body Discrepancy (NIBD)
An additional term which is often used by originally transsexual people to differentiate themselves from the inflationary use of the term "transsexuality" by the gender-oriented trans* community, but also by the media. NIBD patients simply do not want to be confused and/or lumped together with other phenomena that are either just a lifestyle, role problem or sexual fetish. The term NIBD refers to the scientific work of Dr. Haupt.

 

 

 

 


Transgender - Transidentität
Transgender hadern hauptsächlich mit der sozialen Geschlechterrolle (gender), die ihnen seitens der Gesellschaft und kulturellen Konventionen aufgedrückt wird. Einen körperlichen Leidensdruck, wie ihn originär transsexuelle Menschen (NIBD) verspüren, ist bei ihnen nicht gegeben. Gerne und immer wieder wird, auch von Fachleuten, Transgenderismus mit originärer Transsexualität verwechselt.
Transidente hadern mit ihrer Identität als Mann oder Frau. Dieses Problem ist rein psychisch bedingt, einen körperlichen Leidensdruck, wie ihn originär transsexuelle Menschen (NIBD) verspüren, ist bei ihnen ebenfalls nicht gegeben. Auch hier wird das Phänomen gerne mit originärer Transsexualität verwechselt.

 


Transgender - Transidentity
Transgender people mainly struggle with the social gender role (gender) that is imposed on them by society and cultural conventions. They do not experience the kind of physical distress felt by originally transsexual people (NIBD). Transgenderism is often and repeatedly confused with original transsexuality, even by experts.
Transident people struggle with their identity as a man or a woman. This problem is purely psychological; they do not experience the kind of physical suffering that original transsexual people (NIBD) do. Here too, the phenomenon is often confused with original transsexuality.

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