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Neurointersexualität - Nebido (R)

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Nebido (R)

Original-Pressemitteilung
Erste 3-Monatsspritze für konstanten Testosteronspiegel Deutsche Zulassung für Nebido(R) erteilt

Jena, 1. Oktober 2004 - Am 29. September 2004 hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) dem Pharmaunternehmen Jenapharm die Zulassung für die erste Testosteron 3-Monatsspritze erteilt. Nach der erfolgreichen Einführung des Testosteron-Gels Testogel® Frühjahr 2003, ist dies die zweite Einführung einer innovativen Applikationsform zur Testosteron-Substitution.
Das Präparat, das unter dem Handelsnamen Nebido® ab November 2004 zur Verfügung stehen wird, enthält 1000 mg Testosteronundecanoat in 4 ml Injektionslösung und wird intramuskulär appliziert. Studien haben gezeigt, dass mit dieser besonderen Formulierung erstmals der Testosteronspiegel über zwölf Wochen im Normbereich gehalten wird. Das sorgt für eine bessere Verträglichkeit im Vergleich zu bisher zur Verfügung stehenden Präparaten bei gleichzeitiger Reduzierung der Injektionen auf nur noch vier pro Jahr.
So ist Nebido® besonders geeignet zur Langzeittherapie für Männer mit Hypogonadismus (Testosteron-Mangel-Syndrom) - sowohl beim klassischen Hypogonadismus, zum Beispiel beim Klinefelter Syndrom, aber auch beim altersbedingten Testosteron-Mangel-Syndrom.

"Nebido schließt eine Lücke bei der Behandlung von hypogonadalen Männern. Bisher gab es keine Therapiemöglichkeit, die bei einmaliger Anwendung über einen Zeitraum von drei Monaten den Testosteronspiegel im Normbereich hält und gleichzeitig für eine sehr gute Verträglichkeit sorgt. Der Patient kann somit jeweils für ein viertel Jahr seine Beschwerden vergessen", so Dr. Claudia Moore, Leiterin Medizin der Geschäftseinheit Andrologie bei Jenapharm. Die bisher zur Verfügung stehenden Injektions-Präparate müssen im Vergleich dazu bis zu 22 mal im Jahr vom Arzt injiziert werden.

Grundlage der Zulassung sind klinische Studien, die nachgewiesen haben, dass bereits in der ersten Woche nach der ersten Injektion von Nebido® der Testosteronspiegel in den physiologischen Bereich angehoben wird. Die Werte bleiben für die Dauer von drei Monaten konstant.
Da der Testosteronspiegel bei den bislang erhältlichen Injektionen innerhalb des Wirkzeitfensters von zwei bis drei Wochen schwanken kann, leiden Patienten zeitweise unter Stimmungsschwankungen. Bei einer Behandlung mit Nebido® treten diese Stimmungsschwankungen aufgrund der gleichmäßigen Testosteronspiegel nicht auf.
Die Studiendaten zeigen, dass die 3-Monatsspritze schnell und signifikant den Symptomen eines Testosteronmangels entgegenwirkt: So wurde die Stimmung der Patienten positiv beeinflusst, die Libido und die Sexualfunktion wurden verbessert und die Muskelkraft nahm zu. Gleichzeitig veränderte sich die Körperzusammensetzung der Patienten, indem die fettfreie Körpermasse zunahm, der Fettanteil hingegen abnahm.

Nebido® ist nebenwirkungsarm, sehr diskret und sorgt für eine sehr gute Compliance. Auch dem behandelnden Arzt wird die Therapie erleichtert, da er mit der 3-Monatsspritze sicher sein kann, dass seine Patienten die notwendige und richtige Wirkstoffdosis erhalten. Da die neuartige Galenik ideal für die Langzeittherapie ist, eignet sie sich besonders für Männer mit klassischem Hypogonadismus. Aber auch Männer mit altersbedingten Testosteron-Mangel-Syndrom können problemlos auf die Langzeittherapie mit Nebido® ein- beziehungsweise umgestellt werden.

Pressekontakt:
3K Agentur für Kommunikation GmbH
Bettina Baur / Ulrike Maria Buchheim
Oeder Weg 34
60318 Frankfurt am Main
Tel.: 069/971711-0
Fax:  069/971711-22
E-Mail: info@3k-komm.de
Internet: www.3k-komm.de

Herausgeber:
Jenapharm GmbH & Co. KG
Otto-Schott-Straße 15
07745 Jena




Nebido®

F. Jockenhövel:
NEUENTWICKLUNG IN DER TESTOSTERONTHERAPIE - NEBIDO ®
(PDF-Format)




Erfahrungen mit Nebido®

Ein Beitrag von Kenneth

Vorab kurz meine bio-relevanten Daten: bin Mitte vierzig, war schon durch die Wechseljahre, vor drei Monaten Beginn der Hormonbehandlung mit Testoviron (alle 2 Wochen 250 mg), vor etwas über drei Wochen umgestiegen auf die 3-Monatsspritze Nebido.

Sie soll laut meinem Endo übrigens nur etwas sein für FzM ohne hausinterne Östrofabrik. Nu gut. Meine ist noch da, hatte aber die Produktion schon stark runtergefahren.

Bei Nebido müssen 4 ml gespritzt werden. Ist ne Menge Flüssigkeit. O.k., ich habe einen breiten Hintern, da passt schon was rein. Könnte aber bei schlankeren Jungs ne Weile länger spürbar als bei mir sein (ca. 1 Stunde).
Außerdem soll das Zeugs gaaanz langsam gespritzt werden. Zum Glück ist mein Hausarzt mit einem superzarten Händchen gesegnet. Und er hat sich Zeit genommen. Ich hätte ein gutes Buch mitnehmen sollen. Die Langsamkeit hat sich aber gelohnt. Ich bin sicher, ich hätte sonst noch länger was von gespürt.

Zu den Wirkungen:
Meine Stimme senkt sich nach wie vor rapide. Am Telefon werde ich seit ca. 10 Tagen von Unbekannten nur noch mit "Herr" angesprochen. Wenn's in dem Tempo weitergeht, werde ich in einem Jahr Barry White Konkurrenz machen.
Mein Behaarungsmuster lässt weiterhin zu wünschen übrig. Statt Rauschebart nur ekliger Pfirsichpflaum, den ich alle 10 bis 14 Tage rasieren muss.
Rechtes Bein würde in der Bundesliga nicht weiter auffallen, linkes Bein ziert sich noch.
Auf der Brust habe ich ein zweites Haar herzlich willkommen gehießen. Ja, ich will kein halbnackter Tarzan sein, sondern ein voll bepelzter Affe!!! Wahrscheinlich wird daraus nix, außerdem war Geduld noch nie meine Stärke. Höchstens meine Sturheit.
Aber: Mein Haupthaar lichtet sich weiterhin merklich. Aus Häuptling Silberlocke wird langsam aber sicher Häuptling Kahlschlag. Na ja, immer noch besser als Madame Gefärbte Dauerwelle.
Fettverteilung ändert sich weiterhin wie unter Testoviron (und da gibt's reichlich umzuverteilen).
Ich habe zugenommen, aber an den Hüften ab, dafür habe ich endlich eine ordentliche Wampe (ist willkommen, da es die Monstertitten verbergen hilft).
Was die ... ähm ... gesteigerte Libido etc. betrifft:
etwas zurückgegangen. Ich bin nicht mehr notgeil, sondern nur noch strunzgeil. Aber ich kann mich ja benehmen... zumindest meistens...

Fazit:
Generell keine große Veränderung gegenüber der Behandlung mit Testoviron.
Sollte die Depotwirkung aber vor Ablauf der drei Monate nachlassen, so dass mir die Wechseljahre wieder um die Ohren fliegen (glaubt mir, kein schönes Gefühl), stehe ich sofort wieder beim Endo auf der Matte. Und lasse Euch davon wissen.




Ein Beitrag von OLLi

Hallo!
Ich habe mich zwar schon auf anderen Mailinglisten dazu ausgelassen, aber da es hier noch mal explizit gefragt wird, sage ich noch mal was zu meinen Erfahrungen mit Nebido.

Zu mir: 27 Jahre, Mastektomie: November 2003, keine Hysto, Beginn der Hormonsubstitutionstherapie April 2003

Meine erste Nebido-Spritze habe ich am 17.November 2004 bekommen. Zu diesem Zeitpunkt habe ich im 3-Wochen Intervall Testoviron 250 seit über 1 1/2 Jahren bekommen.
Mein Testospiegel war konstant, zu letzt gegen Ende des Intervalls erhöht, so dass eine Verlängerung des Intervalls von Seiten meines Endokriologen überlegt wurde. Stattdessen erfolgt die Weiterbehandlung mit Nebido.
Meine letzte Blutuntersuchung war am 4.1.2005. Auf die Ergebnisse warte ich noch, teile diese aber dann mit, wenn die da sind.
Unterschiede zu vorher: Die 4 ml machten sich noch eine Stunde nach Applikation bemerkbar durch erhöhtes Druckgefühl im gespritzten Bereich.
Weniger Pickel als vorher, die immer gegen Ende des Intervalls kamen.
Ansonsten habe ich das Gefühl einen konstanten Spiegel zu haben, was die Blutuntersuchung hoffentlich auch noch bestätigen wird.
Meine nächste Spritze wird voraussichtlich Mitte Februar (also tatsächlich 12 Wochen später) sein.

updated: 30.01.2005

Ich habe heute den Laborbericht erhalten.
Unterm Strich ist mein Spiegel nach 6 Wochen gleich geblieben. Gleichzeitig muss ich sagen, dass ich bei der Untersuchung eine beginnende Erkältung hatte. Erklärt die hohen Erythrozyten- und Hämowerte.
In Klammern die Ideal- bzw. Referenzbereiche für einen Mann!

Nebido 1000mg zuletzt 17. November 2004

Aus dem Laborbericht vom 04.01.05

Kleines Blutbild:
                    

                 
   
Leukozyten 7.60 Leuk/nl (4.0 - 9.4)
Erythrozyten 5.96+ MILL/ul (4.4 - 5.9)
Hämoglobin 18.10+ g/dl (13 - 18)
Hämatokrit 54.70+ % (45 - 54)
MCV 91.90 fl (87 - 97)
MCH 30.30 pg (27 - 33)
MCV 91.90 fl (87 - 97)
Thrombocyten

268.00 Throm/nl (140 - 440)



Hormonwerte:

                 
   
SHBG 12.80- ng/ml (13 - 71)
Prolaktin 11.90 ng/ml (2.5 -17)
LH 4.33 mIU/ml (0.8-7.6)
FSH 3.22 mIU/ml (0.7 - 11.1)
Oestradiol 41.00 pg/ml (20 - 56)
Oestron 102.00+ pg/ml (14.1 - 65.0)
Oestron/Oestradiol 2.49 ratio
Testosteron 401.00 ng/dl (262 - 1593)
DHT 694.00 pg/ml (250 - 990)



Berurteilung und Empfehlung
Vergleicht man die Hormonparameter fällt auf, dass der Testosteron-Spiegel praktisch unverändert ist mit gleichbleibender Suppression der Gonadotropine.
Ich empfehle eine Fortführung der Behandlung mit Nebido 1000 mg einer Ampulle alle drei Monate und eine erneute Kontrolluntersuchung in etwa drei Monaten unmittelbar vor der nächsten Injektion.




Ein Beitrag von Paul

Ich habe am 21.12.04 meine erste.....und letzte Nebido Spritze bekommen.

Ich bin 38, seit Februar 2004 mit Testo-Gel angefangen, keine Spritzen.
Mein letzter Termin beim Endo: wir besprachen das dass "rumgeschmiere" mit dem Gel ja jetzt ein Ende haben kann, dank Nebido. Ruckzuck in die Apotheke, Rezept eingelöst, wieder nach oben in die Praxis, schnell hingelegt...und los gings.
Schon während der Applikation gings mir reichlich merkwürdig (und ich hab KEINE Spritzenphobie): Schweißausbrüche ... Herzrasen.
Nun gut, ich dachte vielleicht die Aufregung etc. etc.
Dem war leider nicht so. Zehn Minuten später hatte ich ein super hohen Blutdruck 210/110, Schweißausbrüche, Zittern der Hände. Es wurden sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet, Cortison und ein Antihistaminikum (wir gingen von einer Medikamentenunverträglichkeit aus).
Ich hatte das Vergnügen fast vier Stunden in der Praxis zu bleiben bis mein Zustand sich bessert. Mein Endo war sehr besorgt....ich übrigens auch .... und rief bei Jenapharm an. Und siehe da: 2% der Testpersonen haben in der Studie ähnlich reagiert. Was ich sehr seltsam finde ist: hat mal irgendjemand etwas davon im Beipackzettel gelesen??? Ich jedenfalls nicht.
Ich bin noch in Kontakt mit Jenapharm.
Im Moment muss ich Beta-Blocker nehmen (eigentlich was für Leute ab 60 mit hohen Blutdruck) bis die Depotwirkung dann hoffentlich Anfang Februar nachlässt. Werde dann wieder das Gel nehmen.
Mein Fazit: nicht alles ist gut was neu ist und ich hab gestrichen die Nase voll von dem Zeug.
Aber: für die restlichen 98 % sicherlich eine gute Sache.

 

Weiter gehts:

Letzte Bearbeitung: 16.02.2024, 17:41

News

 

12.04.24: Erweiterung der Inhalte zur körperlichen Transition

Wir haben uns nun die Mühe gemacht und den Bereich der körperlichen Transition um die Hormonbehandlung erweitert.

 

25.01.23: Neue Grafiken... / New graphics...


...sind nun online. Zu sehen hier und hier.


...are online now. See here and here.

 

24.09.23: Filme und NIBD-Stammtisch

Jetzt bieten wir auch die Möglichkeit, sich gute Filme bei uns zum Thema NIBD anschauen zu können. Hier. Viel Spaß beim gucken und Popkorn futtern. wink

Eine Userin war so freundlich und hat für uns via Zoom einen virtuellen NIBD-Stammtisch aufgebaut. So können wir locker flockig miteinander plauschen und uns dabei sehen. Die Zugangsdaten gibt es nur für registrierte User denen wir vertrauen können.

 

21.07.23: Chat

Nachdem ich heute den ganzen Tag gebastelt habe, steht nun unser eigener Chat. Immer hereinspaziert in die gute Stube. Kaffee und Kuchen stehen bereit. Hier entlang.

 

18.07.23: Zertifikat

Seit heute den 18.07.23 ist unsere Webseite mit einem SSL-Zertifikat versehen. Das berühmte "Schloß" ist nun nicht mehr durchgestrichen.


Neurointersexualität / Neurointersexuelle Körperdiskrepanz (NIBD)
Eine Zusatz-Bezeichnung, die gerne von manchen originär transsexuellen Menschen benutzt wird, um sich von der inflationären Benutzung des Begriffes "Transsexualität", welche durch die genderorientierte Trans*-Community, aber auch durch die Medien getätigt wird, abzugrenzen. NIBD-Betroffene wollen einfach nicht mit anderen Phänomenlagen, die entweder nur ein Lifestyle, Rollenproblem oder sexueller Fetisch sind, verwechselt und/oder in einen Topf geworfen werden. Die Bezeichnung NIBD bezieht sich auf die wissenschaftliche Arbeit von Dr. Haupt.

 


Neurointersexuality / Neurointersexual Body Discrepancy (NIBD)
An additional term which is often used by originally transsexual people to differentiate themselves from the inflationary use of the term "transsexuality" by the gender-oriented trans* community, but also by the media. NIBD patients simply do not want to be confused and/or lumped together with other phenomena that are either just a lifestyle, role problem or sexual fetish. The term NIBD refers to the scientific work of Dr. Haupt.

 

 

 

 


Transgender - Transidentität
Transgender hadern hauptsächlich mit der sozialen Geschlechterrolle (gender), die ihnen seitens der Gesellschaft und kulturellen Konventionen aufgedrückt wird. Einen körperlichen Leidensdruck, wie ihn originär transsexuelle Menschen (NIBD) verspüren, ist bei ihnen nicht gegeben. Gerne und immer wieder wird, auch von Fachleuten, Transgenderismus mit originärer Transsexualität verwechselt.
Transidente hadern mit ihrer Identität als Mann oder Frau. Dieses Problem ist rein psychisch bedingt, einen körperlichen Leidensdruck, wie ihn originär transsexuelle Menschen (NIBD) verspüren, ist bei ihnen ebenfalls nicht gegeben. Auch hier wird das Phänomen gerne mit originärer Transsexualität verwechselt.

 


Transgender - Transidentity
Transgender people mainly struggle with the social gender role (gender) that is imposed on them by society and cultural conventions. They do not experience the kind of physical distress felt by originally transsexual people (NIBD). Transgenderism is often and repeatedly confused with original transsexuality, even by experts.
Transident people struggle with their identity as a man or a woman. This problem is purely psychological; they do not experience the kind of physical suffering that original transsexual people (NIBD) do. Here too, the phenomenon is often confused with original transsexuality.

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