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Neurointersexualität - Akne

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Akne

 

Wenn die Haut Probleme macht

Durch die Testosterongaben kommt es zu einer verstärkten Talgproduktion der Haut...., daß Ende vom Lied - AKNE! Wie stark die Akne ausfällt ist abhängig vom Hauttyp. Doch bevor Du mit einer über den Kopf gezogenen Papiertüte durch die Stadt spazierst, solltest Du ggf. erst einmal über weniger peinliche Möglichkeiten der Abhilfe nachdenken...

Was beeinflußt unsere Haut?
Viele Faktoren können unser Hautbild positiv wie auch negativ beeinflussen. So wirken z.B. UV-Licht, frische Luft, Vitamin E, und eine ausgewogene Ernährung eher positiv auf unser Hautbild. Eher negativ hingegen sind z.B. starkes Schwitzen, mangelnde Hygiene, rauchen (o.ä.) und Umwelteinflüsse; auch rasieren macht sich oft schnell negativ bemerkbar. Aber auch psychische Belastungen (wie z.B. Streß o.ä.) zeigen sich in unserem Hautbild sehr schnell.

 

Nicht umsonst wird gesagt: die Haut ist der Spiegel der Seele!

Wie entstehen eigentlich Pickel und Mitesser?
Werfen wir einen Blick unter die Hautoberfläche. Denn was wir von unserer Schutzhülle sehen, ist nur die äußerliche Schicht der Oberhaut, unter der sich die Lederhaut verbirgt. In dieser Schicht sind die Schweiß- und Talgdrüsen eingebettet. Die Talgdrüsen selbst sitzen an den Kanälen der Haare und Härchen. Besonders viele Talgdrüsen sitzen im Gesicht, im Schulter- und Brustbereich sowie am Rücken.

Akne, das hormonelle Problem
So funktioniert es im Normfall: In den Talgdrüsen wird Talg produziert und über den Haarkanal an die Oberfläche der Haut transportiert. Er fließt ab und verteilt sich als dünner Schutzfilm auf der Haut. Akne entsteht, wenn in der (künstlichen) Pubertät plötzlich viel mehr Talg produziert wird und die Poren verstopfen. Warum das so ist? Der Körper schüttet in der Pubertät mehr Testosteron aus. Auf Testo reagieren die Talgdrüsen sehr empfindlich.
Ob es bei ein paar Pickeln bleibt, oder ob Akne entsteht, ist individuell verschieden. Die Veranlagerung dazu wird einem in die Wiege gelegt - sie ist erblich. Und die Haut reagiert sehr unterschiedlich auf die männlichen Hormone.

Vorboten
Das Aknedrama beginnt, wenn der Ausgang einer Pore durch einen Hornpfropfen verstopft ist. Auch das wird durch die Hormone ausgelöst. Dann können Mitesser entstehen. Geschlossene Mitesser, in der Fachsprache auch "Whiteheads" genannt, sind erste Vorboten einer Akne. Ihre Öffnung ist so klein, daß sie mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Die "Whiteheads" liegen wie kleine tickende Zeitbomben unter der Hautoberfläche: Der eingeschlossene Hornpfropfen saugt sich mit dem reichlich gebildeten Talg voll. Das ist ein idealer Nährboden für bestimmte Bakterien, die entzündungen verursachen. Dann entstehen gerötete Knötchen (Papeln), Eiterpickel (Pusteln) oder Knoten, die sich oftmals explosionsartig entzünden und dabei auch die umgebenden Hautstrukturen schädigen.

Vorsicht beim Pickelausdrücken!
Bei falschen oder zu heftigem drücken preßt man den Talg noch weiter in die Tiefe und kann die Wand der Poren und Talgdrüsen zerstören. Dann entzündet sich auch das umliegende Gewebe, und das hinterläßt eine häßliche Narbe.

Je nach Schweregrad der Akne werden drei Formen unterschieden:

  1. Die leichte Akne (Acne comedonica), bei der vor allem Mitesser auftreten
  2. Die mittelschwere Akne (Acne papulopustolusa) mit Eiterpickeln und kleinen Knötchen
  3. Die schwere Akne (Acne conglobata) mit vielen großen, entzündlichen Knoten, die sehr tief gehen und ohne Behandlung Narben hinterlassen

Behauptungen

  • Akne auf der Stirn - kein Wunder bei längeren Haaren und Ponyfrisuren, weil sich das Haarfett dort leichter verteilen kann...
    FALSCH - Daran stimmt allenfalls, daß bei Leuten mit Akne die Haare besonders rasch nachfetten - und dagegen hilft nur Haarewaschen. Ob aber die Haare fettig sind oder nicht, in die Stirn fallen oder nicht, sie als Pony bedecken oder nicht - die Akne wird dadurch nicht schlimmer.
    Fakt ist: An heißen Sommertagen oder beim Sport gerät man leicht ins Schwitzen. Kleben Haare auf der Stirn, dann kommt nicht genügend Luft an die Haut. Schlecht für die Stirn, gut für die Pickel.
    Übrigens: Haarlacke und Gele können am Haaransatz verstärkt zu Pickeln führen.
     
  • Immer Cola und Pommes - kein Wunder das Du Pickel hast... - Wer stöhnt nicht auf bei solchen Sprüchen? Dennoch denke viele: Wer schön sein will, muß leiden. Und so halten sie wochenlang Diät, verzichten auf Zucker und Fett, nur um am Ende festzustellen: Gegen die Pickel hat es nicht oder nur sehr wenig geholfen. Es gibt bisher keinen wissenschaftlichen Beweis, daß zuviel Kohlenhydrate oder Fette die Talgdrüsen besonders anregen.
    Fakt ist aber: Vitamine und Ballaststoffe sorgen für einen gesunden Stoffwechsel. Und der wirkt sich positiv auf das gesamte körperliche Wohlbefinden aus - auch auf die Haut.
     
  • Wenn Du Dich nur richtig wäschst und pflegst, hast Du auch keine Pickel... - Leg die Seife ruhig wieder aus der Hand, denn an solchen Moralpredigten ist nichts dran. Sie bewirken nur eines: Du fühlst Dich unsauber und schlecht. Dabei weiß jeder, der einmal Akne hatte: Du kannst noch so heftig schrubben - die Mitesser gehen davon nicht weg. Die Haut wird allenfalls rot, tut weh und sieht noch entzündeter aus.
    Fakt ist: Akne entsteht durch Vorgänge unter und nicht auf der Haut. Waschen mag ja für kurze Zeit eine Erleichterung bringen, weil der Fettfilm auf der Hautoberfläche verschwindet. Die Aknepickel hindert das aber überhaupt nicht daran, sich weiter auszubreiten. Im Gegenteil: Man bekommt die Haut zwar kurzfristig trocken. Aufgrund der Reizung versucht die Haut aber dann, das entfernte Fett möglichst schnell wieder zu ersetzen. Deshalb: keine zu aggressiver Reinigung (ph - neutral)
     

 

Vorbeugen ist besser als ...

die Hausmittel...

  • Viel Wert solltest Du auf eine gründliche (Gesichts-) Reinigung legen. Bei den Reinigungs- oder Pflegeprodukten solltest Du beim Kauf unbedingt auf hautfreundliche Artikel zurückgreifen (ph-neutral etc.). Peeling Produkte zum entfernen toter Hautschüppchen können sehr hilfreich sein - ist die Akne schon stark ausgeprägt, solltest Du darauf eher verzichten.
     
  • Viele schwören auf Pflegeprodukte aus dem Toten Meer, die irritierte Haut schnell wieder ins Gleichgewicht bringen sollen. Als preiswertere Alternative bietet sich z.B. Teebaumöl an. Ein Tropfen Teebaumöl in etwas flüssige Seife geben - eignet sich bestens zum reinigen und beruhigen der Gesichtshaut.
     
  • Vor und nach der Rasur gründlich das Gesicht waschen (desinfizieren nach dem rasieren nicht vergessen).
     
  • Ein Dampfbad mit Kamille öffnet die Poren, so kann der Abheilungsprozeß gefördert werden.
     
  • Vitamin E-Accetat ungefähr 1:1 mit Isopropyl-Alkohol verdünnt und auf die Haut aufgetragen hilft bei regelmäßiger Anwendung gegen die Hautrötungen nach Pickeln.
     
  • Vitamin E und B wirken unterstützend auf den Heilungsprozeß.
     
  • Bei Akneproblemen durch Testosteron soll Zinksalbe - regelmäßig angewendet - eine Besserung bringen!
     
  • Apfelessig zur Ausleitung über die Haut: Ganzkörperwaschungen mit unverdünntem Apfelessig, wenn größere Körperstellen (etwa Brust, Rücken) betroffen sind; Vollbäder (1 Tasse Apfelessig, auch mit Zusätzen: etwa Lavendel und Kamille)
     

 

Wenn vorbeugen allein nicht mehr hilft ...

Oft führt kein Weg mehr an einer medikamentösen Behandlung der 'Pubertätsakne' vorbei. Dazu stehen zahlreiche Präparate, in Drogerien und/oder Apotheken erhältlich, zur Verfügung.

Prinzipiell kannst Du die Präparate in zwei Gruppen unterteilen:

  1. äußerlich anzuwendende Produkte
  2. von innen wirkende Produkte

Das Anwendungsgebiet aller Produkte sollte die endogen (hormonell) bedingte Akne mit einschließen! Um für Euch das richtige Medikament zu finden, ist es ratsam, einen erfahrenen Hautarzt aufzusuchen.

Aknebehandlung:
Bei entzündeter Akne verschreiben Ärzte Antibiotika, Salben, Cremes oder Lotionen für die äußerliche, Tabletten oder Kapseln für die innere Anwendung. Hier eine kleine Erklärung was was ist und wie, bzw. wann es funktioniert:

  • Was die Antibiotika bewirken?
    Die Entzündung wird gehemmt, die Eiterpusteln klingen schneller ab.
    Übrigens: Die antibiotkahaltigen Mittel sind verschreibungspflichtig und sollten immer nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
     
  • Benzoylperoxid als Creme, Gel oder Waschlotion, wirkt schälend und entzündungshemmend. In den ersten Tagen der Behandlung kann es zu Hautreizungen kommen. Aber nicht aufgeben, das läßt nach und dann wird auch das Heilungsprozeß sichtbar.
    Übrigens: Benzylperoxid kann farbige Textilien bleichen!
     
  • Gesichtswasser ist für viele der Einstieg in die Aknebehandlung. Es wirkt aber nur unterstützend und trocknet die Haut aufgrund des hohen Alkoholgehalts sehr stark aus. Mitesser kann es nicht beseitigen. Die wirksameren Gesichtswasser enhalten Antibiotika und sind wieder verschreibungspflichtig.
     
  • Peelings bestehen aus feinkörnigen Bestandteilen, die in einer Creme eingearbeitet sind. Solche Rubbelcremes reinigen die Haut besonders intensiv und halten die Poren frei. Man sollte sie wegen der austrockenden und reizenden Wirkung auf die Haut aber nur schonend und nicht zu oft anwenden.
    Wenn Eiterpusteln da sind: wegen der Entzündungsgefahr ganz auf Peelings verzichten.
     
  • Syndets sind seifenfreie Waschstücke und Waschlotionen. Sie sind ph neutral und greifen deshalb den Säureschutzmantel der Haut nicht so stark an wie normale Seife. Da die medizinische Aknebehandlung die Haut meist ohnehin stark austrocknet, sind milde Syndets zur Hautreinigung meist besser geeignet als normale Seife.
     
  • Vitamin - A - Säure als Creme, Gel oder Tinktur, wirkt als schälendes Präparat gut gegen Mitesser. Anfangs kommt es oft zu einer vorübergehenden Rötung und Schuppung der Haut. Das läßt aber mit der Zeit nach!
     

Rund um die Aknetherapie
Letzte Bearbeitung: 09.02.2024, 12:02

News

 

12.04.24: Erweiterung der Inhalte zur körperlichen Transition

Wir haben uns nun die Mühe gemacht und den Bereich der körperlichen Transition um die Hormonbehandlung erweitert.

 

25.01.23: Neue Grafiken... / New graphics...


...sind nun online. Zu sehen hier und hier.


...are online now. See here and here.

 

24.09.23: Filme und NIBD-Stammtisch

Jetzt bieten wir auch die Möglichkeit, sich gute Filme bei uns zum Thema NIBD anschauen zu können. Hier. Viel Spaß beim gucken und Popkorn futtern. wink

Eine Userin war so freundlich und hat für uns via Zoom einen virtuellen NIBD-Stammtisch aufgebaut. So können wir locker flockig miteinander plauschen und uns dabei sehen. Die Zugangsdaten gibt es nur für registrierte User denen wir vertrauen können.

 

21.07.23: Chat

Nachdem ich heute den ganzen Tag gebastelt habe, steht nun unser eigener Chat. Immer hereinspaziert in die gute Stube. Kaffee und Kuchen stehen bereit. Hier entlang.

 

18.07.23: Zertifikat

Seit heute den 18.07.23 ist unsere Webseite mit einem SSL-Zertifikat versehen. Das berühmte "Schloß" ist nun nicht mehr durchgestrichen.


Neurointersexualität / Neurointersexuelle Körperdiskrepanz (NIBD)
Eine Zusatz-Bezeichnung, die gerne von manchen originär transsexuellen Menschen benutzt wird, um sich von der inflationären Benutzung des Begriffes "Transsexualität", welche durch die genderorientierte Trans*-Community, aber auch durch die Medien getätigt wird, abzugrenzen. NIBD-Betroffene wollen einfach nicht mit anderen Phänomenlagen, die entweder nur ein Lifestyle, Rollenproblem oder sexueller Fetisch sind, verwechselt und/oder in einen Topf geworfen werden. Die Bezeichnung NIBD bezieht sich auf die wissenschaftliche Arbeit von Dr. Haupt.

 


Neurointersexuality / Neurointersexual Body Discrepancy (NIBD)
An additional term which is often used by originally transsexual people to differentiate themselves from the inflationary use of the term "transsexuality" by the gender-oriented trans* community, but also by the media. NIBD patients simply do not want to be confused and/or lumped together with other phenomena that are either just a lifestyle, role problem or sexual fetish. The term NIBD refers to the scientific work of Dr. Haupt.

 

 

 

 


Transgender - Transidentität
Transgender hadern hauptsächlich mit der sozialen Geschlechterrolle (gender), die ihnen seitens der Gesellschaft und kulturellen Konventionen aufgedrückt wird. Einen körperlichen Leidensdruck, wie ihn originär transsexuelle Menschen (NIBD) verspüren, ist bei ihnen nicht gegeben. Gerne und immer wieder wird, auch von Fachleuten, Transgenderismus mit originärer Transsexualität verwechselt.
Transidente hadern mit ihrer Identität als Mann oder Frau. Dieses Problem ist rein psychisch bedingt, einen körperlichen Leidensdruck, wie ihn originär transsexuelle Menschen (NIBD) verspüren, ist bei ihnen ebenfalls nicht gegeben. Auch hier wird das Phänomen gerne mit originärer Transsexualität verwechselt.

 


Transgender - Transidentity
Transgender people mainly struggle with the social gender role (gender) that is imposed on them by society and cultural conventions. They do not experience the kind of physical distress felt by originally transsexual people (NIBD). Transgenderism is often and repeatedly confused with original transsexuality, even by experts.
Transident people struggle with their identity as a man or a woman. This problem is purely psychological; they do not experience the kind of physical suffering that original transsexual people (NIBD) do. Here too, the phenomenon is often confused with original transsexuality.

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