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Was ist das biologische Geschlecht?

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Wikipedia behauptet:


Transsexualität
Transsexualität ist die unvollständige Identifikation eines Menschen mit der nach der Geburt vorgenommenen Zuweisung zu einem sozialen und rechtlichen Geschlecht einhergehend mit einem unterschiedlich stark ausgeprägten Leiden an seinen Geschlechtsmerkmalen." (Informationsstand im November 2022)



Wikipedia ist offenbar ebenfalls von der Genderideologie indoktriniert. Originär transsexuellen Menschen geht es eben nicht primär um soziale Rollen und das rechtliche Geschlecht, dies ist eher sekundär. Primär und in erster Linie geht es um die falsch ausgeprägten primären und bei falscher Pubertät sekundären Geschlechtsmerkmale. Originäre Transsexualität ist ein Körperproblem, kein psychisches Problem, es ist eine neurointersexuelle Körperdiskrepanz. Eine Diskrepanz zwischen dem angeborenen Phänotypus einerseits und der neurologischen Struktur andererseits.

Der obige zitierte Wikipediatext beschreibt ausschließlich die Phänomenlage von Transgendern (nach unserer Definition). Es ist ein Unding wie inflationär der Begriff Transsexualität benutzt und mißbraucht wird.

Transsexualität und das biologische Geschlecht:

Was ist denn das biologische Geschlecht? Wer oder was im Körper definiert das biologische Geschlecht? Wer ist die allererste Befehlsinstanz dessen? Fakt ist, es gibt unterschiedliche Ebenen des biologischen Geschlechts (wir sind alle zu 100 % biologischer Anbau). Chromosomen, Hormone, Gehirn, peripheres Nervensystem, Genitalien und der Phänotypus im allgemeinen.

Das, was unveränderbar ist, ist die Gehirnprogrammierung, soweit denke ich sind wir uns einig, auch die Chromosomen sind unveränderbar. Knochenbau nach erfolgter Erstpubertät ist auch leider im falschen Stein gemeiselt. Und ist der Stimmbruch einmal durch, kann dieser nicht mehr rückgängig gemacht werden, nur durch eine aufwendige Operation.

Veränderbar ist der Hormonspiegel durch Hormonbehandlung von außen, veränderbar ist das genitale Erscheinungsbild mit Hilfe der GA-OP, bis zu einem gewissen Grade ist die Veränderung des allgemeinen Phänotypus möglich mit Hilfe der geschlechtsrichtigen Hormonbehandlung (Fettumverteilung), Brust-OP, Adamsapfelentfernung, Bartepilation, weniger optisch aber dennoch wahrnehmungsentscheidend die Stimme, die mit Logopädie bis zu einem gewissen Grade trainiert werden kann.
Transsexuelle Männer bekommen automatisch einen Stimmbruch, Bartwuchs und können mit Muskelaufbau positiv die Gesamtsilhouette beeinflußen. All das ist aber rein anatomisch-materiell und hat keinen Einfluß auf die geschlechtliche Gehirnprogrammierung im Hypothalamus (dort wo das Geschlechtswesen bzw. das geschlechtliche Selbst (Ich bin ein Mann , ich bin eine Frau) neurologisch verankert ist). Soweit denke ich sind wir uns auch alle einig hier.

Jetzt aber die Gretchenfragen: Wer geht denn durch die komplette Transition inkl. GA-OP? Wer oder was führt diese Menschen zu solch erheblichen Eingriffen? Welche Voraussetzungen sind gegeben?

Als erste Befehlsinstanz, welche über allem steht, ist das Gehirn mit seiner geschlechtlichen Programmierung. Fakt ist, ein Cis-Mann, egal welcher sexuellen Orientierung oder welcher sexuellen Vorlieben (TV z. B.), würde sich niemals sein männliches Genital entfernen lassen wollen. Tut er es aus "einer Laune heraus" wird er es umgehend vermissen und unglücklich werden. Warum? Weil sein Gehirn männlich programmiert ist und eine innere männliche Körperlandkarte (Body-Map) hat. Ein Cis-Mann würde niemals einen Frauenkörper haben wollen. Umgekehrt gilt das gleiche. - Das männlich geprägte Gehirn möchte also eine männliche Anatomie vorzufinden wissen, damit es zusammen mit dem Körper eine funktionierende Einheit bilden kann und sich Psyche und Persönlichkeit in einem gesunden Rahmen entwickeln können.

Jetzt besteht aber auch die Phänomenlage, daß das Gehirn zwar männlich geprägt ist, die Befehlsinstanz also männlich ist (durch Befehlsinduktion zur Neuronenverschaltung im zweiten Schwangerschaftsdrittel), sich aber die Genitalien weiblich entwickelt haben (in der 8. Schwangerschaftswoche) mitsamt der ganzen darauffolgenden körperlichen Entwicklungskaskade durch falsche Pubertät (transsexuelle Männer). Und nun haben wir den Salat aus Leidensdruck, sich-falsch-fühlen, sich unwohl fühlen, sich psychisch angeschlagen fühlen, Phantomgefühlen des nicht entwickelnden männlichen Genitals (die "Geschlechtsnerven" enden nicht abrupt im Hals sondern ziehen sich durch den ganzen Körper) etc. Und weil das Gehirn eine funktionierende Einheit mit dem Körper haben muß, gehen Menschen mit dieser Phänomenlage durch die komplette Transition und nur diese Menschen werden folgerichtig mit "transsexuell" (nach unserer Definition) bezeichnet, da es sich um die genitale und phänotypische Korrektur von Sexus handelt, um diese dem Sexus des Gehirns anzugleichen. Das gleiche spiegelverkehrt gilt natürlich auch für transsexuelle Frauen.
Natürlich verändert sich im Laufe der Transition auch die Rolle (engl. "gender") mit, aber dies ist für die Betroffenen von sekundärer Bedeutung, der primäre Leidenssdruck liegt in der Körperlichkeit. (Der Pfeil geht vom Körper zur Rolle, aber nicht umgekehrt.)

Wer oder was definiert also das biologische Geschlecht eines Menschen? Richtig, das Gehirn! Transsexuelle Frauen haben ein hirnorganisch biologisch weibliches Geschlecht und sind daher Frauen (weibliches Geschlechtswesen) und transsexuelle Männer ein hirnorganisch biologisch männliches Geschlecht und sind daher Männer (männliches Geschlechtswesen).

Aufgrund der Doppelgeschlechtlichkeit des Sexus bei Transsexuellen, Neuroanatomie vs. Genital/Gonaden und deren optische Folgeerscheinung im Phänotyp, ist die Transsexualität eine Sonderform der Intersexualität, wie es auch schon von Prof. Dr. Milton Diamond benannt wurde (Transsexualism as an intersex condition).

Männliche TV, die Frauenkleidung tragen aber ansonsten mit ihrer männlichen Körperlichkeit im reinen sind, sind Cis-Männer mit einer Vorliebe für Frauenkleidung. Männliche TG, die wie seinerzeit Virginia Charles Prince dauerhaft in der Rolle der Frau leben wollen und optisch soweit wie möglich Passing erreichen wollen, aber ansonsten mit ihrer männlichen Körperlichkeit im reinen sind, sind Cis-Männer in der Rolle der Frau. Gleiches gilt spiegelverkehrt für weibliche TV, CD, Dragkings und weibliche TG.



Schlußsatz: Ich kann aus einem "Gehirnmann" keine "Gehirnfrau" machen, ich kann aber den Körper der "Gehirnfrau" mit Hilfe der Medizin soweit wie möglich verweiblichen, in einem Umfang, daß sich die "Gehirnfrau" für sich selbst als vollwertige Frau empfindet und auch von außen so wahrgenommen wird und dadurch in der Lage ist, sich in einem gesunden Rahmen zu sozialisieren und gesellschaftlich wie beruflich zu etablieren. Das zuvor bestehende unpassende Gefühl der Doppelgeschlechtlichkeit ist mit Ende der Transition vorbei und damit ist dann auch die originäre Transsexualität überwunden.

Wird das Geschlecht von Geburt an zugewiesen? Da zu 99,9 % Gehirn und Genitalien in ihrer Ausprägung übereinstimmen, geht die Hebamme nun einmal davon aus, daß Zipfelchen = Junge und Spalte = Mädchen ist. Sie schreiben das Geschlecht nicht zu, sondern benennen es nur. Die Zuschreibung / Zuweisung der Geschlechtsrolle geschieht aber innerhalb der Interaktion mit der Gesellschaft (z. B. Erziehung).

Sorry, daß es so lang wurde, aber das Thema ist so komplex, daß es nicht mit wenigen Sätzen erklärt werden kann.

Ansonsten, jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden und jeder Mensch ist wertvoll und soll in Würde leben, aber Begriffe müssen in ihrer tatsächlichen und wahren Bedeutung benutzt werden und dürfen nicht inflationär gebraucht oder mißbraucht werden, so wie es die unsägliche Gendertheorie zu tun pflegt. - Interessant in diesem Zusammenhang, einerseits wird der Begriff "Transsexualität" durch die genderorientierte Trans*-Community regelrecht verteufelt, andererseits nutzen sie selber den Begriff wenn sie sich Vorteile davon erhoffen. Hier wird also mit dem Leid originär transsexuell Betroffener gespielt und das muß aufhören! Es ist jedesmal ein Schlag ins Gesicht. Transgender können nicht einmal ansatzweise das Leid von originär Transsexuellen nachempfinden!

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Letzte Bearbeitung: 19.02.2024, 00:16

News

 

12.04.24: Erweiterung der Inhalte zur körperlichen Transition

Wir haben uns nun die Mühe gemacht und den Bereich der körperlichen Transition um die Hormonbehandlung erweitert.

 

25.01.23: Neue Grafiken... / New graphics...


...sind nun online. Zu sehen hier und hier.


...are online now. See here and here.

 

24.09.23: Filme und NIBD-Stammtisch

Jetzt bieten wir auch die Möglichkeit, sich gute Filme bei uns zum Thema NIBD anschauen zu können. Hier. Viel Spaß beim gucken und Popkorn futtern. wink

Eine Userin war so freundlich und hat für uns via Zoom einen virtuellen NIBD-Stammtisch aufgebaut. So können wir locker flockig miteinander plauschen und uns dabei sehen. Die Zugangsdaten gibt es nur für registrierte User denen wir vertrauen können.

 

21.07.23: Chat

Nachdem ich heute den ganzen Tag gebastelt habe, steht nun unser eigener Chat. Immer hereinspaziert in die gute Stube. Kaffee und Kuchen stehen bereit. Hier entlang.

 

18.07.23: Zertifikat

Seit heute den 18.07.23 ist unsere Webseite mit einem SSL-Zertifikat versehen. Das berühmte "Schloß" ist nun nicht mehr durchgestrichen.


Neurointersexualität / Neurointersexuelle Körperdiskrepanz (NIBD)
Eine Zusatz-Bezeichnung, die gerne von manchen originär transsexuellen Menschen benutzt wird, um sich von der inflationären Benutzung des Begriffes "Transsexualität", welche durch die genderorientierte Trans*-Community, aber auch durch die Medien getätigt wird, abzugrenzen. NIBD-Betroffene wollen einfach nicht mit anderen Phänomenlagen, die entweder nur ein Lifestyle, Rollenproblem oder sexueller Fetisch sind, verwechselt und/oder in einen Topf geworfen werden. Die Bezeichnung NIBD bezieht sich auf die wissenschaftliche Arbeit von Dr. Haupt.

 


Neurointersexuality / Neurointersexual Body Discrepancy (NIBD)
An additional term which is often used by originally transsexual people to differentiate themselves from the inflationary use of the term "transsexuality" by the gender-oriented trans* community, but also by the media. NIBD patients simply do not want to be confused and/or lumped together with other phenomena that are either just a lifestyle, role problem or sexual fetish. The term NIBD refers to the scientific work of Dr. Haupt.

 

 

 

 


Transgender - Transidentität
Transgender hadern hauptsächlich mit der sozialen Geschlechterrolle (gender), die ihnen seitens der Gesellschaft und kulturellen Konventionen aufgedrückt wird. Einen körperlichen Leidensdruck, wie ihn originär transsexuelle Menschen (NIBD) verspüren, ist bei ihnen nicht gegeben. Gerne und immer wieder wird, auch von Fachleuten, Transgenderismus mit originärer Transsexualität verwechselt.
Transidente hadern mit ihrer Identität als Mann oder Frau. Dieses Problem ist rein psychisch bedingt, einen körperlichen Leidensdruck, wie ihn originär transsexuelle Menschen (NIBD) verspüren, ist bei ihnen ebenfalls nicht gegeben. Auch hier wird das Phänomen gerne mit originärer Transsexualität verwechselt.

 


Transgender - Transidentity
Transgender people mainly struggle with the social gender role (gender) that is imposed on them by society and cultural conventions. They do not experience the kind of physical distress felt by originally transsexual people (NIBD). Transgenderism is often and repeatedly confused with original transsexuality, even by experts.
Transident people struggle with their identity as a man or a woman. This problem is purely psychological; they do not experience the kind of physical suffering that original transsexual people (NIBD) do. Here too, the phenomenon is often confused with original transsexuality.

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