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Transsexualität - Neurointersexualität

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2017: Transsexualism: A Different Viewpoint to Brain Changes

https://www.cpn.or.kr/journal/view.html?volume=16&number=2&spage=136

Mohammad Reza Mohammadi, Ali Khaleghi

 

Abstract

Transsexualism refers to a condition or belief which results in gender dysphoria in individuals and makes them insist that their biological gender is different from their psychological and experienced gender. Although the etiology of gender dysphoria (or transsexualism) is still unknown, different neuroimaging studies show that structural and functional changes of the brain result from this sexual incongruence. The question here is whether these reported changes form part of the etiology of transsexualism or themselves result from transsexualism culture, behaviors and lifestyle. Responding to this question can be more precise by consideration of cultural neuroscience concepts, particularly the culture–behavior–brain (CBB) loop model and the interactions between behavior, culture and brain. In this article, we first review the studies on the brain of transgender people and then we will discuss the validity of this claim based on the CBB loop model. In summary, transgender individuals experience change in lifestyle, context of beliefs and concepts and, as a result, their culture and behaviors. Given the close relationship and interaction between culture, behavior and brain, the individual’s brain adapts itself to the new condition (culture) and concepts and starts to alter its function and structure.

 

Übersetzung:

Transsexualität: Ein anderer Blickwinkel auf Gehirnveränderungen

Abstrakt

Transsexualität bezieht sich auf einen Zustand oder eine Überzeugung, die bei Personen zu Geschlechtsdysphorie führt und sie darauf bestehen lässt, dass sich ihr biologisches Geschlecht von ihrem psychologischen und erlebten Geschlecht unterscheidet. Obwohl die Ätiologie der Geschlechtsdysphorie (oder Transsexualität) noch unbekannt ist, zeigen verschiedene Neuroimaging-Studien, dass strukturelle und funktionelle Veränderungen des Gehirns aus dieser sexuellen Inkongruenz resultieren. Die Frage hier ist, ob diese gemeldeten Veränderungen Teil der Ätiologie des Transsexualismus sind oder selbst aus der Kultur, dem Verhalten und dem Lebensstil des Transsexualismus resultieren. Die Beantwortung dieser Frage kann durch die Berücksichtigung kultureller neurowissenschaftlicher Konzepte, insbesondere des Culture-Behavior-Brain (CBB)-Loop-Modells und der Wechselwirkungen zwischen Verhalten, Kultur und Gehirn, präziser werden. In diesem Artikel überprüfen wir zunächst die Studien zum Gehirn von Transgender-Personen und diskutieren dann die Gültigkeit dieser Behauptung auf der Grundlage des CBB-Loop-Modells. Zusammenfassend erfahren Transgender-Personen Veränderungen im Lebensstil, im Kontext von Überzeugungen und Konzepten und infolgedessen in ihrer Kultur und ihrem Verhalten. Aufgrund der engen Beziehung und Interaktion zwischen Kultur, Verhalten und Gehirn passt sich das Gehirn des Individuums an die neuen Bedingungen (Kultur) und Konzepte an und beginnt, seine Funktion und Struktur zu ändern.

 

Persönliche Anmerkung: Ich erspare mir das zitieren der "Conclusion", denn es ist sehr auffällig, daß hier versucht wird, originärer Transsexualität die Angeborenheit abzusprechen und deren Gehirnentwicklung als Folge der Sozialisierung zu postulieren. Wenn man bedenkt, aus welchem Kulturkreis (Iran) die oben verlinkte Betrachtungsweise stammt, verwundert es mich nicht.

News

 

12.04.24: Erweiterung der Inhalte zur körperlichen Transition

Wir haben uns nun die Mühe gemacht und den Bereich der körperlichen Transition um die Hormonbehandlung erweitert.

 

25.01.23: Neue Grafiken... / New graphics...


...sind nun online. Zu sehen hier und hier.


...are online now. See here and here.

 

24.09.23: Filme und NIBD-Stammtisch

Jetzt bieten wir auch die Möglichkeit, sich gute Filme bei uns zum Thema NIBD anschauen zu können. Hier. Viel Spaß beim gucken und Popkorn futtern. wink

Eine Userin war so freundlich und hat für uns via Zoom einen virtuellen NIBD-Stammtisch aufgebaut. So können wir locker flockig miteinander plauschen und uns dabei sehen. Die Zugangsdaten gibt es nur für registrierte User denen wir vertrauen können.

 

21.07.23: Chat

Nachdem ich heute den ganzen Tag gebastelt habe, steht nun unser eigener Chat. Immer hereinspaziert in die gute Stube. Kaffee und Kuchen stehen bereit. Hier entlang.

 

18.07.23: Zertifikat

Seit heute den 18.07.23 ist unsere Webseite mit einem SSL-Zertifikat versehen. Das berühmte "Schloß" ist nun nicht mehr durchgestrichen.


Neurointersexualität / Neurointersexuelle Körperdiskrepanz (NIBD)
Eine Zusatz-Bezeichnung, die gerne von manchen originär transsexuellen Menschen benutzt wird, um sich von der inflationären Benutzung des Begriffes "Transsexualität", welche durch die genderorientierte Trans*-Community, aber auch durch die Medien getätigt wird, abzugrenzen. NIBD-Betroffene wollen einfach nicht mit anderen Phänomenlagen, die entweder nur ein Lifestyle, Rollenproblem oder sexueller Fetisch sind, verwechselt und/oder in einen Topf geworfen werden. Die Bezeichnung NIBD bezieht sich auf die wissenschaftliche Arbeit von Dr. Haupt.

 


Neurointersexuality / Neurointersexual Body Discrepancy (NIBD)
An additional term which is often used by originally transsexual people to differentiate themselves from the inflationary use of the term "transsexuality" by the gender-oriented trans* community, but also by the media. NIBD patients simply do not want to be confused and/or lumped together with other phenomena that are either just a lifestyle, role problem or sexual fetish. The term NIBD refers to the scientific work of Dr. Haupt.

 

 

 

 


Transgender - Transidentität
Transgender hadern hauptsächlich mit der sozialen Geschlechterrolle (gender), die ihnen seitens der Gesellschaft und kulturellen Konventionen aufgedrückt wird. Einen körperlichen Leidensdruck, wie ihn originär transsexuelle Menschen (NIBD) verspüren, ist bei ihnen nicht gegeben. Gerne und immer wieder wird, auch von Fachleuten, Transgenderismus mit originärer Transsexualität verwechselt.
Transidente hadern mit ihrer Identität als Mann oder Frau. Dieses Problem ist rein psychisch bedingt, einen körperlichen Leidensdruck, wie ihn originär transsexuelle Menschen (NIBD) verspüren, ist bei ihnen ebenfalls nicht gegeben. Auch hier wird das Phänomen gerne mit originärer Transsexualität verwechselt.

 


Transgender - Transidentity
Transgender people mainly struggle with the social gender role (gender) that is imposed on them by society and cultural conventions. They do not experience the kind of physical distress felt by originally transsexual people (NIBD). Transgenderism is often and repeatedly confused with original transsexuality, even by experts.
Transident people struggle with their identity as a man or a woman. This problem is purely psychological; they do not experience the kind of physical suffering that original transsexual people (NIBD) do. Here too, the phenomenon is often confused with original transsexuality.

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