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Die Klitoris

Bevor ich näher auf den Klitpen eingehe, erstmal wissenswertes über die Klitoris ansich:

Die Klitoris

Ein Beitrag von Falk

Der Kitzler (die Klitoris) ist ein - wie der Schwellkörper des Penis - erigierbares, das heißt schwellungsfähiges Organ, das den Scheidenvorhof nach vorne begrenzt.
Nach hinten folgt die äußere Harnröhrenöffnung.
Die Klitoris besteht aus zwei Schenkeln, die sich nach innen in Richtung der kleinen Schamlippen fortsetzen und einem Schaft, der nach unten innen zum Vaginaleingang zieht. Von außen sichtbar schließlich ist die Glans clitoridis, der sexuell am intensivsten stimulierbare Anteil der Klitoris.

Die kleinen Schamlippen begrenzen seitlich den Scheidenvorhof. Die schlanken, nicht von Fettgewebe durchsetzten Labien laufen vorne über dem Kitzler zusammen und bilden dessen Vorhaut. An ihrer Innenseite sind auch sie sexuell stimulierbar.

Die großen und kleinen Vorhofdrüsen produzieren dünnflüssiges, schleimiges Sekret, das zur Befeuchtung der Schamspalte dient und bei sexueller Erregung vermehrt abgesondert wird.

Die Bezeichnung Klitoris kommt aus dem Griechischen und bedeutet "kleiner Hügel". Die Klitoris liegt unterhalb des Schambeins an der Stelle, wo die kleinen Schamlippen verschmelzen. Der Kitzler ist zum Teil von einer Vorhaut bedeckt. Anatomisch und entwicklungsgeschichtlich entspricht sie der Penisspitze des Mannes. Der sichtbare Teil sieht aus wie ein kleines Knötchen. Die Länge der Klitoris liegt bei ca. 2½ Zentimetern - durch die Einnahme von Testosteron verlängert sie sich auf fünf und mehr Zentimeter.

Der Schwellkörper liegt verborgen. Bei Erregung kann die Klitoris stark anschwellen.
Im Gegensatz zum Penis zieht sie sich aber unter die Vorhaut zurück.
Die Harnröhrenöffnung liegt ein ganzes Stück unterhalb der Klitoris, der Scheideneingang ist noch mehr nach hinten verlagert.
Die großen Schamlippen verdecken Klitoris, Harnröhrenöffnung und Scheideneingang. Es gibt hinsichtlich der Größe, Form und Farbe viele individuelle Unterschiede.

Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?
Obwohl wir keine Antwort auf diese Frage wissen, wissen wir doch, dass alle Menschen in ihrer Entwicklung als Frauen "beginnen", selbst wenn sie genetisch Männer sind.
Für die ersten acht Wochen unserer Existenz haben männliche und weibliche Föten die selben rudimentären Geschlechts- und Fortpflanzungsorgane.
In den frühen Phasen der fötalen Entwicklung kontrollieren die mütterlichen Hormone die Entwicklung der Fortpflanzungsorgane, da der Fötus nicht in der Lage ist, eigene zu produzieren.
Vor der 12. Schwangerschaftswoche lässt sich das Geschlecht eines Fötus meist nicht visuell bestimmen. Das folgende Bild zeigt, dass sie auch nach mehr als zwölf Wochen noch sehr ähnlich aussehen.


Entwicklung der Genitalien

 Abb.: Entwicklung und Ähnlichkeiten zwischen männlichen und weiblichen Genitalien

 


 

Detaillierte Einblicke

 Abb.: Die Muskeln der Klitoris


Unter dem Damm schließen die Becken-Knochen in der Form eines Dreiecks, dem sog. "Becken-Anschluss". Dieser ist bei Frauen gewöhnlich breiter als bei Männern. Während einer Geburt kommt das Baby durch diesen Anschluss.
Zwei Paare länglicher Muskeln formen den Becken-Anschluss. Ein Paar (Ischiocavernosus) verläuft neben dem Beckenknochen und formt die beiden Seiten des Dreiecks dessen Spitze die Klitoris bildet. Das andere Muskelpaar (transverse perineal Muskel) dehnt sich seitlich des Damms aus, verbindet diese Muskeln und bildet die Unterseite des Dreiecks. Ein drittes Muskelpaar (Bulbocavernosus) dehnt sich auch von der Spitze der Klitoris innerhalb des Dreiecks aus, verläuft abwärts unter den äußeren Schamlippen und verbindet sich mit dem Damm.
Du kannst diese Muskeln leicht ausmachen indem du eine Muskelbewegung ausführst, als ob du einen Urinstrahl stoppen wolltest.
Während einem Orgasmus arbeiten diese Muskeln, die unter der oberen Fett- und Hautschicht liegen, alle zusammen und drücken das weiche Gewebe der Klitoris zwischen ihnen zusammen. Zur gleichen Zeit stimulieren sie das innere Gewebe in ihnen selbst und in den tieferen Muskelschichten.

Ein kleines Bändchen teilt den Knorpel an dem die Beckenknochen sich treffen. Es ist am Klitoris-Schaft befestigt und zeichnet ihn und die ganze Klitoris während sexueller Erregung.


  
 Abb.: Das aufrichtbare Gewebe der Klitoris (Schwellkörper)


Wenn du dich einmal selbst untersuchst, kannst du viel des Aufbaus ausmachen, der unter der Hautoberfläche liegt.
Unter der obersten Muskelschicht liegen Schwellkörper und Blutgefäße.
In der Klitoris befinden sich 2 Typen von Schwellkörper-Gewebe: das eine ist fester, kräftiger und das andere elastisch angelegt.
Wenn diese Schwellkörper sich während sexueller Erregung mit Blut füllen, versteifen sich beide etwas mehr und unterstützen damit die Erektion. Das Blut, daß dieses komplexe Gewirr aus eng aneinander gereihten Blutgefäßen füllt, kommt aus größeren Arterien.
Der Klitoris-Schaft ist sehr lang. Dünne Verbindungen des kräftigeren Schwellkörpers erweitern sich auch außerhalb des Schafts am Beckenknochen entlang.
Die Knospe der Klitoris die sich unterhalb der äußeren Schamlippen und der obersten Muskelschicht befindet, sitzt in den elastischeren Schwellkörper eingebettet.
Ein weiterer, schwammiger Körper verlängert die Innenseite entlang der Vagina-Decke. Dieses Polster aus weichem Gewebe kann ganz leicht "erfühlt" werden indem man den Finger in die Vagina einführt und vorsichtig nach vorne in Richtung des Beckenknochens drückt; er umhüllt die Harnröhre und schützt diese dadurch vor direkter Druckausübung während dem Geschlechtsverkehr.
Wir konnten in Sachbüchern keine Bezeichnung für diese Struktur finden, also haben wir sie "urethral sponge" (dt. Harnröhren- Schwamm) benannt. ((Anm: - das ist der G-Punkt; Benannt nach dem "Entdecker": Gräfenberg))

Es gibt 2 Drüsenpaare im Inneren der Klitoris die "Ventile" besitzen, die sie nach außen öffnen.
Ein Paar ist winzig und ihre vorbestimmte Funktion, sollte eine vorhanden sein, ist ungewiss.
Das andere Drüsenpaar, die vulvovaginalen Drüsen, sondern ein paar Tropfen Flüssigkeit während sexueller Erregung ab. Normalerweise wird sich eine Frau nur der letzt genannten Drüsen bewusst, wenn diese sich entzünden und dadurch anschwellen.
Während wir unseren Körper untersuchen um die Klitoris zu erforschen, bemerken wir eine Gegend zwischen Vagina und Anus die "nachgibt" wenn man darauf drückt. Wir haben entdeckt, dass es sich dabei um Schwellgewebe handelt das die untere Region der Klitoris in der Tiefe von ca. einem Inch. formt. Ohne irgend eine medizinische Bedeutung haben wir dies "perineal sponge" (dt. Damm-Schwamm) benannt.


 
 Abb.: Die Beckenmuskulatur (ohne die der Klitoris)


Gebunden an jede Seite des Beckenknochen-Ansatzes und gewickelt um Rektum (Mastdarm) und Vagina sitzt das Becken-Diaphragma (Zwerchfell/Scheidewand), ein freier Muskel.
Alle Strukturen der Klitoris ruhen auf diesem großen Muskel, der Rektum (Mastdarm) und Vagina strafft, wenn er sich zusammenzieht.
Dr. Arnold Kegal aus Los Angeles schenkte diesem Muskel (Pubococcygeal) einiges an Aufmerksamkeit. Er unterstützt die These, dass er das sexuelle Empfinden verstärkt.
Dr. Kegal empfiehlt, dass eine Frau mehrmals am Tag wiederholt diesen Muskel bewegen solle, als ob sie einen Urinstrahl stoppen wollte.
Geburtswissenschaftler befürworten dies ebenfalls und dazu einige weitere Übungen um diesen und die anderen Muskeln der Klitoris zu kräftigen und elastischer zu machen.


 
 Abb.: Ein Querschnitt von Vagina und Klitoris


In allen der von uns studierten Anatomie- und Geschlechtsfachbüchern waren verschiedene Unterverzeichnisse über den Penis, aber kein einziges Unterverzeichnis über die Klitoris!
Dieses Unterverzeichnis stellt das weibliche Geschlechtsorgan sehr genau vor sowie alle weiteren Muskeln die in den Geschlechtsakt verwickelt sind.
Die Klitoris befindet sich in einem nicht erregten, nicht stimulierten Zustand.
Die klitoralen Muskeln sind hier nicht abgebildet, aber dennoch sind sie sehr stark am Orgasmus beteiligt.


 Abb.: Detaillierte Ansicht der Klitoris


Diese Ansicht der Klitoris zeigt den "Harnröhren-Schwamm" der die Harnröhre umhüllt und schützt. Dieser Schwellkörper füllt sich mit Blut während sexueller Erregung und während dem Geschlechtsverkehr fungiert er sozusagen als "Airbag" zwischen Penis und Harnröhre.


 Abb.: Selbstuntersuchung des Harnröhren-Schwammes


Du kannst den "Harnröhren-Schwamm" ertasten indem du 2 Finger in die Vagina einführst und nach hinten in Richtung Schambein drückst. Manchmal verursacht Druck auf den "Harnröhren-Schwamm" das Gefühl urinieren zu müssen.


 
 Abb.: Selbstuntersuchung des Damm-Schwammes


Du kannst den "Prineum-(Damm)Schwamm" ertasten indem du deinen Daumen in die Vagina einführst und vorsichtig Richtung Anus drückst. Das Gewebe gibt nach und lässt sich eindrücken.
Wenn du den Druck aufhebst gibt das Gewebe wieder nach und kehrt in seine ursprüngliche Form zurück. Wenn du das ausprobierst, könnte es sein dass du auch lustvolle Empfindungen in anderen Partien der Klitoris spürst.


 Abb.: Die Nerven der Klitoris


Die Nerven, die in der Klitoris liegen, sind sehr sensibel und übertragen Sinneswahrnehmungen während sexueller Erregung. Die Klitoris-Knospe hat eine besonders hohe Anzahl an Nerven.


 
 Abb.: Die weibliche Ejakulation


Vereinzelt haben  "self-helpers" (Frauen die Selbstbefriedigung - Masturbation - betreiben) darüber berichtet, dass während des Orgasmus eine klare Flüssigkeit aus ihrer Klitoris austrat.
Diese Flüssigkeit schießt in einem Strahl in mehreren Stößen heraus.
Eine Frau beschrieb dieses Phänomen als "Gallonen von Flüssigkeit" dabei handelte es sich um eine andere Flüssigkeit als Vaginalsekret, dem natürlichen, weiblichen Gleitmittel.
Manche Frauen verwechselten dies mit Urinieren.
Eine andere Frau bemerkte, dass dieses Sekret sich vom Geruch her von Urin unterscheide. Im Gegenteil zum ungewollten Urinieren, tritt dieses Phänomen nur selten während dem Geschlechtsverkehr bei Frauen auf.
Diese Flüssigkeit unterscheidet sich chemisch von Urin und wird von den Paraurethral-Drüsen ausgestoßen, die am "Harnröhren-Schwamm" der Klitoris liegen.
Das gleiche Gewebe, das bei weiblichen Föten während der Entwicklung im Mutterleib die Paraurethral-Drüsen bildet, bildet bei einem männlichen Fötus die Prostata-Drüse, die später den männlichen Erguss mit verursacht.

Eine Gruppe lesbischer Frauen, die dieses Phänomen (weiblicher Erguss) bei sich beobachteten stellten ihre Beobachtungen Sexualforschern (Berverly Whipple, R.N. und John Perry, Ph. D.) zur Verfügung.
Beim Überprüfen einiger Literatur, fanden Whipple und Perry heraus, dass ein Sexualforscher mit Namen Gräfenberg in den frühen 50ern über einige, ähnliche Phänomene berichtete.
Er bestätigte die Existenz eines höchst sensiblen und schwammigen Gewebes, welches die Harnröhre umschließt und gab an, dass direkte Stimulation dieses Gewebes ein Austritt von Flüssigkeit während des Orgasmus verursachen könnte. Bei dieser Flüssigkeit handle es sich dabei keinesfalls um Urin.
Auf Grunde dieses Berichts und ihren eigenen klinischen Beobachtungen schlossen Whipper und Perry daraus, dass diese Frauen einen "weiblichen Erguss" erlebten. Sie benannten dieses Gewebe "Gräfenberg-Spot" (Anm. des Übersetzers: Gräfenberg-Punkt, heute nur noch als G-Punkt bekannt) um diesen Punkt zu identifizieren, den sie für die Ursache des weiblichen Ergusses der Vagina hielten.
Die Wiederentdeckung dieses Gewebes um die Harnröhre und Paraurethral-Drüsen zeigt, dass die Stimulation der Klitoris untrennbar mit dem Phänomen "weiblicher Erguss" verbunden ist.
Vom weiblichen Erguss abgesehen berichteten einige Frauen, dass eine Stimulation des Schwellkörpers um die Harnröhre im Besonderen ein Punkt der sexuellen Stimulation sei und sogar zum Orgasmus führen könne.


 
 Abb.: Ein Querschnitt der Klitoris während sexueller Erregung


Während sexueller Erregung füllen sich die komplex angelegten Kammern dieses Gewebes mit Blut, welches dann durch "Ventile" geleitet wird. Die ganze Klitoris schwillt an und verändert sich drastisch. Die Klitoris-Knospe und der Schaft werden erregt (versteifen sich) und halten diese Position bis zum Orgasmus. Unterhalb sind die Muskeln straff und reagieren sensibel auf sexuelle Stimulation.

Quelle: A New View of a Woman's Body
Copyright 1981, The Federation of Feminist Women's Health Centers
Illustrated By: Suzann Gage, L Ac, RNC, NP
ISBN 0-9629945-0-2 Pbk.

Recherche, Überarbeitung und Zusammenstellung: Falk
Quelle: www.the-clitoris.com

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